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Der Verein

Cycling for Society e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, welcher sich für den Abbau von Stigmatisierung psychisch kranker Menschen einsetzt und die gleichberechtigte Teilhabe diese Zielgruppe an der Gesellschaft verfolgt.

Der Verein wurde am 2. September 2022 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin, Deutschland. Die Mitglieder des Vereins sind sowohl solche, die von psychischer Krankheit betroffen sind, als auch nicht betroffenen Menschen. 

 

Der Verein entstand aus einer privaten Initiative, welche in der Aktivität des Radfahrens eine Möglichkeit sah, in der Gesamtbevölkerung Aufmerksamkeit für das Thema zu wecken, Ausgrenzungsmechanismen zu thematisieren und den Kontakt zwischen betroffenen und nicht betroffenen Menschen zu fördern. Die vorausgegangene Arbeit der Initiative bildet die Grundlage für die Aktivitäten des Vereins. Der Verein kann dadurch auf bereits vorhandenes Erfahrungswissen, auf Forschungsergebnisse sowie ein internationales Netzwerk zugreifen.

Der Verein bietet vielfältigen Angebote an, welche auf die Schaffung von Solidarität zwischen den Menschen der Gesellschaft setzen, um gemeinsam gegen Ursachen und Auswirkungen von Stigmatisierung vorzugehen. Alle Maßnahmen beinhalten aktive Bildungsförderung und den Transfer von Wissen zwischen den Akteur: innen der Gesellschaft.

Ausgangssituation und Relevanz

Psychische Erkrankungen betreffen einen großen Teil der globalen Bevölkerung. Kapitalistische Gesellschaftsstrukturen und der Wegfall von familiären Unterstützungssystemen haben in den letzten Jahren zu einem erheblichen Anstieg psychosozialer Probleme und psychischer Erkrankungen geführt. Die COVID-19 Pandemie löste zusätzliche Ängste, Stress und Verunsicherung bei vielen Menschen und es kam zu einem erneuten Anstieg von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen.

 

Die aktuellen politischen Entwicklungen lassen eine weitere Zunahme psychischer Problemlagen vermuten. Menschen, die von psychischen Erkrankungen betroffen sind, leiden zumeist unter den Symptomen der Krankheit. Darüber hinaus entsteht ein großer Teil individuellen Leidens aus der Verwehrung von gleichberechtigter Teilhabe an der Gesellschaft. Dies äußert sich häufig dadurch, dass Menschen ihre legitimen Rechte verwehrt werden, sie zurückgezogen leben, sie kaum soziale Kontakte erleben können und häufig vom Arbeitsprozess ausgeschlossen sind bzw. an diesem nur sehr eingeschränkt mitwirken können.

 

Soziale Ausgrenzung beruht oft auf Vorurteilen, Stereotypen und Stigmatisierung. Hierbei bedient sich die Mehrheitsbevölkerung (bzw. Nicht-Betroffene) negativen Zuschreibungen in Form vermeidlich wahrheitsgemäßer Grundannahmen über das Verhalten, Aussehen oder Leben diese Personengruppe. Vorurteile und Stigmata gegenüber verschiedenen ausgegrenzten Gruppen werden vor allem dort beobachtet, wo zu wenig Wissen über die betroffene Personengruppe und deren Besonderheiten existiert.

Gesellschaftliche und persönliche Stigmatisierung wirken reziprok aufeinander. Das bedeutet zum einen, dass gesellschaftlich, allgemein anerkannte Vorurteile von den Betroffenen übernommen und auf sich selbst übertragen werden. Darüber hinaus führt die negative Resonanz der Bevölkerung zumeist zu einer Verschlimmerung der Symptomatik von psychischen Erkrankungen, was wiederum zu einer Manifestierung vorhandener Vorurteile (durch Bestätigung) führt.

Ebenso erhöht...

....es die Barriere zum Aufsuchen professioneller Hilfe – auch in Akutsituationen. Schamgefühl und Selbstabwertung verhindern das Sprechen über die eigene Problematik und das Einfordern von Unterstützung. Betroffenen Menschen suchen oft erst dann professionelle Hilfe auf, wenn die Problematik fortgeschritten und/ oder eine psychische Erkrankung bereits manifestiert ist. Die Folge sind häufig langwierige, oft stationäre Behandlungen und damit verbunden lange Abwesenheitszeiten am Arbeitsplatz (oder sogar der Ausfall am ersten Arbeitsmarkt). Stigmatisierung verursacht somit nicht nur persönliches Leid, sondern auch hohe Kosten für das Gesundheitssystem die Wirtschaft.

Unsere Motivation...

...uns diesem Thema zu widmen ergibt sich aus der Relevanz des Themas für einen großen Teil der Menschen in der Gesellschaft, sowie aus den erheblichen persönlichen und wirtschaftlichen Schäden, welche auf eine unzureichende Bearbeitung von Stigmatisierung zurückzuführen sind.

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